Gedanken zur Weihnachtsfeier

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Zu Weihnachten kommt jedes Mal
das ganze Himmelspersonal
um mit Gesang meist und Gedichten
von froher Kunde zu berichten.

Die Engel stimmen mit Schalmei'n
und Harfen auf die Weihnacht ein.
Sie sollen uns mit sanften Tönen
friedlich stimmen und versöhnen.
Das Christkind, das wohl jeder kennt
kommt meist erst später im Advent.
Es hat den Auftrag von ganz oben,
die lieben Kinder stets zu loben.
Auch bringt es ihnen kleine Gaben,
weil sie sich gut benommen haben.

Knecht Ruprecht und der Nikolaus
sie kommen draus vom Walde
und schenken braven Kindern gern
Apfel, Nuß und Mandelkern.
Doch treffen sie auf böse Gören,
die nicht auf ihre Kinder hören
und nicht bereit sind, auf Befragen,
in paar Verse aufzusagen,
da machen sie sich unbeliebt
weil's gleich was mit der Rute gibt.
Drum ärgert bloß Knecht Ruprecht nicht!
Seid brav und lernt schnell ein Gedicht!

Wir sind da weitaus besser dran
denn uns besucht der Heil'ge Mann:
Er kennt kein Drohen mit der Rute,
er sieht in allem nur das Gute.
Groß und erhaben tritt er ein
bei freundlich warmen Kerzenschein.
Sein Bart ist schneeweiß, lang und dicht
und sein Gesicht erkennt man nicht.
Sein Kopfschmuck und das edle Kleid
betonen seine Heiligkeit.
Wenn er erscheint erklingt ganz leise
eine weihnachtliche Weise,
die ihn, derweil er huldvoll schreitet
zu seinen lieben Kindlein leitet.

Weil ihn Familie wichtig ist,
in Harmonie und ohne Zwist,
nennt er uns "Töchter" oder "Söhne"
und dann erzählt er meistens schöne
Geschichten aus dem alten Jahr
was wichtig und was lustig war.

Voll Spannung warten dann
alle auf den Heil'gen Mann.